©zerebrush, März 2004
Vue bringt einige Pflanzen mit der Normalinstallation,
und: man kann sich
natürlich auch in der umfangreichen Zusatzbibliothek umsehen und
dort
den Bedarf an Pflanzen decken.
Aber, mit wenig Aufwand gelingt es auch, einige der
sicher oft benötigten
Pflanzen mit den Mitteln von Vue – und OHNE zusätzliche Kosten
- selbst
herzustellen.
Das Wichtige dabei: die Pflanzen können für den aktuell nötigen
Zweck
quasi massgeschneidert werden! Klar: die fertigen Pflanzen können
als
Objekte abgespeichert werden und sind damit jederzeit wiederverwendbar!!
Ok, es geht um Hängepflanzen (die Methode ist aber
auch für anderes
Grünzeugs ohne gleichermaßen gut geeignet), Pflanzen die
einfach nur
dekorativ sind, oder auch unschöne Mauerkanten maskieren können.
Was brauchen wir?
- eine Mauer >> die erstellen wir aus einem Quader in Vue
- das „Trägerobjekt“ für die Pflanzentextur >>
die erstellen wir aus
einem doppelseitigen Terrain
- die eigentliche Textur >> die entnehmen wir den mitgelieferten
Pflanzen.
Die Anfertigung:
Wir legen eine neue Szene an und „bauen“
eine Mauer um unsere Pflanze
am Objekt testen zu können.
Dann wählen wir das doppelseitige Terrain „im
Editor“ und deaktivieren die
Erstellung eines fraktalen Terrains.
Im Terrain-Editor kippen wir nun das Gelände in die Draufsicht.
Ok, nun malen wir mit einer kleinen, weichen Pinselspitze den Verlauf
unserer Hängepflanze, nehmen mit „Abschneiden“ alles
Überflüssige weg
und sollten dann etwas wie dies hier vorliegen haben:

Wir quittieren dieses Fenster nun mit „OK“
und setzen das Terrain vor
unsere Mauer.
ACHTUNG>>>> den Abstand zur Mauer nicht zu groß wählen,
wir
bekommen sonst eine Menge unnötigen Schatten!!
Gut, nun laden wir einen Baum aus der
Pflanzenbibliothek, gehen in die
Übersicht der verwendeten Texturen
und ziehen die Textur der Blätter auf unser neues
„Terrain“. Wir verändern
die Texturgröße auf – je nach Laubart – einen
Wert so um die 0,30 – 0,60
(manche Laubarten brauchen höhere oder niedrigere Werte, da hilft
nur
ausprobieren).
Dann kopieren wir unser neues „Terrain“ und fügen es
an der gleichen
Stelle wieder ein (einfaches copy & paste mit STRG-C und STRG-V).
Dieser Kopie weisen wir die gleiche Textur (kann auch eine andere Textur
wie im Beispiel unten, links sein) zu und erhöhen diesmal die Texturgröße
auf einen Wert von mindestens 1,0 (auch hier wieder: je nach Laubart
können die Werte stark differieren!).
Wenn wir – wir sind schon fertig!! – mit
dem Erfolg unserer Arbeit zufrieden
sind, dann gruppieren wir nun die beiden Terrains und speichern sie
als
Objekt in einer passenden Bibliothek ab!!
In meinem Beispiel habe ich folgende Texturen verwendet
(die Grundform
blieb immer gleich):
Links: unten die Palmblätter, oben die blühende
Kirsche (nur die Blüten!!)
Rechts: zweimal den Pflaumenbaum mit unterschiedlich großer Textur
Damit lässt sich für so ziemlich jede denkbare
Situation massenhaft
Grünzeug schnell anfertigen!!
Und nun viel Spass beim Ausprobieren – und, bitte,
postet mal Eure
Ergebnisse, würde mich interessieren, was Ihr damit zustande bringt,
ok!?
Viel Spass dabei !
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